Rasenmäher Kaufberatung

11. März 2021

Rasenmäher: ein Muss für jeden Garten. Ein gepflegter Rasen ist ein Aushängeschild auch für Ihre Grünflächen. Aber welcher Rasenmäher ist der Richtige für Sie? Benzin, Kabel, Akku? 

Es gibt fast endlose Möglichkeiten und Varianten sowie zahlreiche Fragen, die wir gemeinsam mit Ihnen in einem individuellen Beratungsgespräch beantworten. Wir helfen Ihnen gerne bei der richtigen Auswahl, damit es kein Fehlkauf wird!

Ihre Vorteile beim SÜMO-Fachhändler:

  • Fachgerechte und kompetente Beratung, um das richtige Produkt für Sie zu finden
  • Auf Wunsch betriebsbereite Übergabe, damit dem sofortigen Einsatz nichts mehr im Wege steht
  • Professionelle Produkteinweisung, um Verletzungen und Beschädigungen vorzubeugen
  • Regelmäßige Wartung verlängert die Lebensdauer Ihres Geräts
  • Viele Ersatz- und Verschleißteile dauerhaft verfügbar - auch nach Jahren



Worauf muss man beim Kauf eines Rasenmähers achten?

Die Auswahl beim Rasenmäher richtet sich im ersten Schritt nach der Größe der Rasenfläche. Das zweite Augenmerk sollte vor der Anschaffung auf die Technologie des Motorgerätes gerichtet werden. Mulchen, Grasfang, Seitenauswurf oder Rasenmäher, die optional mehrere Mähfunktionen kombinieren, bietet der Markt an. Auch zusätzliche Optionen wie Radantrieb oder Reinigungshilfen können beim Kauf eine Rolle spielen.




Rasenflächen unter 50qm

Für sehr kleine Rasenflächen unter 50 qm (zum Beispiel Vorgärten, Randstreifen, das Rasenstück an der Ferienwohnung oder auf dem Campingplatz) eignen sich folgende Geräte:

  • Spindelmäher
  • Elektromäher bis 32 cm Schnittbreite (wenn Stromversorgung gewährleistet)
  • Akkumäher bis 32 cm Schnittbreite

Spindelmäher

Der Spindelmäher - vor 50 Jahren noch ein Gartengerät, das in jedem zweiten Haushalt mit Garten zu finden war - ist mehr oder weniger aus der Rasenpflege verschwunden. 

Dennoch hat er seine Berechtigung, denn er hat zwei große Vorteile:

  • Absolute Unabhängigkeit von Energiequellen
  • Nahezu unverwüstliche Konstruktion

Zudem hat der Spindelmäher auch noch ein gewisses Fitnesspotential für den Anwender. 

Der Spindelmäher eignet sich allerdings nur für Rasenflächen, die auch regelmäßig geschnitten werden. Langes oder nasses Gras mag der Spindelmäher nicht. 

Eine Version mit Fangkorb sollte es nach Möglichkeit sein, um sich das Zusammenrechen des Grasschnittes zu ersparen.

Elektromäher bis 32 cm Schnittbreite

Kleine, kabelgebundene Elektromäher eignen sich vor allem dann, wenn die folgenden zwei Punkte gewährleistet sind:

  • Ein leicht zugänglicher Stromanschluss ist vorhanden.
  • Die Rasenfläche beherbergt nicht allzu viele Hindernisse.

Das "Mitschleppen" des Kabels kann auf Dauer anstrengender und aufwändiger sein als das Mähen selbst. Dafür bieten die kleinen Elektromäher folgende Vorteile:

  • Sie sind verhältnismäßig leise, leicht und daher auch einfach zu manövrieren.
  • Sie sind nahezu wartungsfrei und in der Regel auch als Markengerät recht preiswert.
  • Der Besitzer eines Elektromähers erspart es sich, die notwendigen Betriebsmittel vorzuhalten, die z. B. bei Benzinmähern nötig sind.

Akkumäher bis 32 cm Schnittbreite

Die Alternative zum kabelgebundenen Elektromäher ist der akkubetriebene Elektromäher. 

Mittelfristig werden die akkubetriebenen Geräte die kabelgebundenen Maschinen ablösen. Das hat eine ganze Reihe von Gründen:

  • Die Entwicklung der Geräte-Akkus in Bezug auf Leistung und Ladekapazität hat enorm zugenommen.
  • Preislich haben sich die akkubetriebenen Mäher zu Gunsten des Endverbrauchers entwickelt.
  • Die Vorteile des Akkumähers entsprechen denen des kabelgebundenen Gerätes.
  • Das Mähen mit akkubetriebenen Mähern ist komfortabler, weil keine Steckdose erreichbar sein muss und kein Kabel die Arbeit beim Mähen stört.


Rasenflächen bis 150 qm

Für Rasenflächen bis ca. 150 qm sind die Elektro- und Akkumäher erste Wahl. Hier empfiehlt sich vermutlich eine etwas größere Schnittbreite von ca. 36 - 40 cm.

Sofern die Rasenfläche relativ einfach mit Strom zu versorgen ist, kann hier ein kabelgebundenes Gerät ausreichen. Alternativ empfehlen sich akkubetriebene Rasenmäher. Ähnlich wie beim Elektrofahrrad hat sich die Akkutechnologie bei Gartenmotorgeräten in den letzten Jahr stark entwickelt. 

Folgende Gründe lassen viele Gartenbesitzer zu einem Akkurasenmäher greifen:

  • Einfache Handhabung der Geräte
  • Umweltgedanke
STIHL Akku-Rasenmäher RMA 339 C
Der STIHL RMA 339 C ist ein akkubetriebener Mäher mit 37 cm Schnittbreite.

Einen Radantrieb benötigt man bei Rasenflächen um die 150 qm nicht zwingend. Bei der Schnittbreite des Rasenmähers sind bei kleineren Flächen bis zu 40 cm empfehlenswert - Diese schmalen Rasenmäher sind leicht und wendig und lassen sich auch platzsparend in Garage, Schuppen oder Keller einstellen.

Wer es bequemer haben möchte, sollte auch bei kleinen Rasenflächen zumindest die Option eines Mähroboters mit in seine Überlegungen einbeziehen. Mähroboter sind zwar in der Anschaffung etwas teurer als konventionelle Rasenmäher, entledigen aber im Anschluss zuverlässig und langfristig den Gartenbesitzer von dem leidigen Rasenmähen.

Ein Benzinrasenmäher ist bei diesen Rasenflächen anzuraten, wenn keine Stromversorgung über Kabel möglich ist und das Produkt Akkumäher ausgeschlossen wird.




Rasenflächen bis 250 qm

Für Rasenflächen bis 250 qm eignen sich folgende Geräte:

  • Elektro- und Akkumäher ab 40 cm Schnittbreite
  • Kleinere Benzinrasenmäher
  • Mähroboter
Auch die Überlegung, bei einem handgeführten Rasenmäher eine Version mit Radantrieb zu kaufen, ist ab dieser Größe berechtigt, um sich das Rasenmähen so komfortabel wie möglich zu gestalten. Durch den anfallenden Grasschnitt sollte eventuell auch bedacht werden, dass der anzuschaffende Rasenmäher über eine Mulchfunktion verfügt. 

Wer es sich ganz bequem machen möchte, wird seinen Fokus auf einen kleinen Mähroboter richten. Hier bieten Markenhersteller bereits Geräte um die 1.000 Euro an, allerdings muss zum Kaufpreis noch die fachgerechte Installation zugerechnet werden, die der Fachhandel beim Verkauf von Mährobotern in der Regel mit anbietet. 

Beim Kauf eines Mähroboters lohnt sich auch die Anschaffung einer Mährobotergarage, da die Maschine während der Saison im Freien verbleibt. Mehr Informationen zum Mähroboter finden Sie in unserem Ratgeber-Artikel "Mähroboter-Kaufberatung".



STIHL iMow Mähroboter von oben auf dem Rasen
Der STIHL iMOW Mähroboter RMI 422 P

Rasenflächen bis 500 qm

Mähroboter

Bei Rasenflächen bis 500 qm übernehmen immer häufiger die Mähroboter das Zepter. Mit zunehmendem Zeitaufwand für das Rasenmähen möchten immer mehr Gartenbesitzer die Pflege der Rasenflächen komplett an den autarken Roboter übergeben. Der Markt hält hier eine Vielzahl von Robotern bereit, in deren technischen Beschreibungen auch zumeist eine Empfehlung hinsichtlich der Flächenleistung enthalten ist. Die Preisdifferenz ist gegenüber den handgeschobenen Rasenmähern nicht mehr ganz so gravierend, so dass die Entscheidung zum Kauf eines Rasenroboters leichter fällt.

Grundsätzlich sollte der Anschaffung und Installation des Mähroboters eine umfangreiche Beratung vorausgehen, um die Eignung des jeweiligen Gartens für den Mähroboter zu überprüfen. Folgende Gegebenheiten könnten für einen Mähroboter problematisch werden:

  • Steigungen
  • Beete
  • Teiche
  • viele Bäume
  • Wege
  • Pflasterflächen innerhalb der Mähzone

Wir als Ihr Fachhändler vor Ort können diese örtlichen Begebenheiten aus eigener Erfahrung einschätzen und einen Roboter mit entsprechenden Ausstattungen und Leistungsmerkmalen anbieten.


Akkumäher und Elektromäher

Bis 500 qm bieten sich zudem leistungsstarke Akkumäher mit Antrieb sowie vereinzelt auch noch kabelgebundene Elektromäher mit Antrieb (wobei hier die notwendige Kabelmitführung schon fast diese Geräteart ausschließt).


Benzinmäher

Vorteile:

  • Die Leistungsentfaltung der Benzinmotoren kann von elektrischen Geräten in der Regel nicht ganz erreicht werden.

Nachteile:

  • Höherer Wartungsaufwand
  • Lautere Motoren
  • Notwendigkeit, Benzin und Motoröl vorzuhalten
  • Schwereres Gewicht

Folgende Eigenschaften sind bei handgeführten Maschinen für Rasenflächen bis 500 qm empfehlenswert:

  • Schnittbreite von mindestens 46 cm
  • Vorhandensein einer Mulcheinrichtung
  • Radantrieb

Antriebsarten unterscheiden sich im 1-Gang Antrieb und im mehrstufigen Antrieb, mit dem sich die Geschwindigkeit des Rasenmähers regeln lassen kann. Die mehrstufigen Antriebsmäher sind komfortabler, weil sie sich an die eigene Geschwindigkeit anpassen lassen. Die meisten 1-Gang Mäher bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 2,5 km/h - das kann unter Umständen für den Anwender zu schnell oder auch zu langsam sein, je nachdem, wie die Rasenfläche angelegt ist.



STIHL Benzin-Rasenmäher RM 655 VS
Der STIHL RM 655 VS - ein Benzinrasenmäher mit 53 cm Schnittbreite.

Rasenflächen bis 1.000 qm

Bei Rasenflächen bis 1.000 qm fallen die kabelgebundenen Elektromäher endgültig aus den Optionen der möglichen Mähtechniken heraus, da deren Kabelführung über größere Strecken zu umständlich wird. Vorwiegend eigenen sich stattdessen folgende Maschinen:

  • Mähroboter
  • Akkubetriebene Mäher
  • Benzinmotormäher mit Radantrieb und einer Schnittbreite von über 50 cm
  • Kleinere Aufsitz- und Reitermäher (sofern es sich um ebene Flächen handelt)

Erste Wahl ist hier der Mähroboter, sofern die örtlichen Verhältnisse eine sinnvolle Installation zulassen. Da mit der Größe des Gartens auch meist die Aufteilung vielschichtiger wird, kann es sein, dass ein Mähroboter an seine Grenzen stößt, auch wenn mehrere Mähbereiche gespeichert und eingerichtet werden können.

Soll (zum Beispiel auf einer größeren Hauptrasenfläche) ein Roboter eingesetzt werden, kann hier ein zusätzlicher, kleiner handgeführter Mäher für die problematischen Flächen für Abhilfe sorgen. Die Entscheidung für das kleine Zusatzgerät ist vor allem dann interessant, wenn die Kosten für die Installation einer kleinen Teilfläche zu aufwändig wären.

Beim Benzinmäher kommt bei Rasenflächen um die 1.000 qm nicht selten der Wunsch auf, diese schon etwas länger dauernde Arbeit im Sitzen zu verrichten. Dafür empfehlen sich kleine Aufsitzmäher (Minirider), die einerseits das komfortable Mähen im Sitzen ermöglichen, andererseits zumeist noch so wendig wie ein handgeschobener Mäher sind, so dass auch Rasenflächen mit Beeten, Büschen oder Bäumen sauber gemäht werden können.



Rasenpflege bis 2.000 qm

Bei solch großen Rasenflächen verabschieden sich die handgeführten Mäher aus der Auswahl des passenden Gerätes. Empfohlene Optionen für den Kauf eines optimalen Rasenmähers für reine Zierrasenflächen bis 2.000 qm bleiben:

Hier können die Örtlichkeiten und der Umweltgedanke eine entscheidende Rolle bei der Auswahl spielen. Der Aufsitzmäher und der Rasentraktor eignen sich technisch ideal, müssen aber auch an den Einsatzort kommen können und bedürfen bei der Einstellung in Garage oder Gartenhaus etwas mehr Platz und im Falle von Rasentraktoren auch eine entsprechende Durchfahrbreite, z. B. bei Gartentor oder Gartenwegen. 
STIHL Rasentraktor RT 6127
Der STIHL Rasentraktor RT 6127 eignet sich für große Flächen.

Bei Rasenflächen bis 2.000 qm spielt der Mähroboter seine Stärken aus. Zum einen spart sich der Gartenbesitzer die Zeit des Mähens, zum anderen sind die Geräte trotzdem kompakt und im Winter problemlos unterstellbar.

In dem Produktsegment für sehr große Rasenflächen beherrschen nach wie vor Geräte mit Benzinmotor den Markt. Zwar gibt es bereits einige Spezialmaschinen oder auch Frontmäher, die mit Akkutechnik arbeiten, aber hier wird es wahrscheinlich erst in den kommenden Jahren eine entsprechende Produktvielfalt geben.


Sonderfall Obstwiesen

Bei Rasenflächen bis 2.000 qm ändern sich oft die Anforderungen an die Mähtechnik, da hier häufig Kombinationen aus verschiedenen Geländearten vorliegen (z. B. Ziergarten und Nutzgarten).

Beispiel: Eine Obstwiese, die selten gemäht werden soll, sehr uneben ist und reichlich Baumbestand aufweist, hat ein anderes Anforderungsprofil an den Rasenmäher als eine reine Zierrasenfläche ohne Hindernisse. Hier kommen häufig Rasentraktoren zum Einsatz, da vom Anwender noch zusätzliche Funktionen wie zum Beispiel ein Anhänger gewünscht werden.

Obstwiesen sind aus mehreren Gründen nicht zwingend optimal für Mähroboter:

  • Mähroboter benötigen einen gewissen gleichmäßigen Untergrund, um ihre Mähaufgabe ordentlich und zuverlässig zu erfüllen.
  • Zu hohes Gras oder zu kräftiger Wildwuchs können den Einsatz eines Roboters ausschließen.

Sofern das Mähen solcher Kombinationen Rasenflächen / Wiesen mit einem Gerät gemeistert werden sollen, kommen hauptsächlich folgende Geräte in Frage:

  • Rasentraktoren
  • Reine Mulchmäher
  • Sehr starke handgeschobene Mäher mit variablem Antrieb

Bei großen Obstwiesen oder Brachflächen, die nicht regelmäßig gemäht werden sollen oder müssen, spielt der Rasentraktor seine Stärken aus. Seine Vorteile liegen klar auf der Hand:

  • In der Regel kommt der Rasentraktor mit höherem Gras am besten klar.
  • Der Seitenauswurf, den viele Rasentraktoren anbieten, kann eine gute und gewünschte Mähfunktion sein, wenn das Gras auf der Wiese verbleiben kann.
  • Größere Bodenunebenheiten überwindet der Traktor am Besten.

Für Wiesen und Obstwiesen eignen sich besonders Mulchmäher, die den Grasschnitt direkt klein häckseln - ein Sammeln des Mähgutes ist nicht notwendig.




Rasenpflege über 2.000 qm

Bei Rasenflächen über 2.000 qm verlassen wir zumeist den privaten Bereich. Zu den in Frage kommenden Geländearten zählen unter anderem:

  • Sport- oder Parkanlagen
  • Grünbereiche auf Firmengeländen
  • Kommunale Einsatzzwecke 

Die kleineren Aufsitzmäher verabschieden sich jetzt aus den Optionen der zu wählenden Geräte. Die Schnittbreite dieser Minirider liegt meist zwischen 60 und maximal 76 cm, so dass der Zeitaufwand für das Mähen solch großer Flächen zu groß wäre.

Je nach Gelände und Untergrund eignen sich die folgenden Geräte:

  • Rasentraktoren
  • Sehr große Mähroboter
  • Spezialmaschinen

Beim Kauf stellt sich hier weniger das Preisproblem, sondern eher die Aufteilung der zu mähenden Fläche. Bei sehr großen Rasenflächen, die sich eventuell auf mehrere Bereiche mit unterschiedlichen Ebenen aufteilen (Treppen, starke Steigungen etc.), ist der Rasentraktor zumeist nicht in der Lage, alle Flächen zu erreichen. 

Beim Mähroboter lassen sich unterschiedliche Mähbereiche definieren und programmieren, sodass das Gerät auf das jeweilige Teilstück verbracht werden muss, sofern es die zu mähende Fläche nicht selbst erreichen kann.

Bei solchen Anwendungszwecken empfiehlt sich in jedem Fall eine umfangreiche Beratung beim Fachhändler vor dem Kauf, um die notwendigen Funktionen und Ausstattungen des zukünftigen Mähers zu ermitteln.


STIHL iMow Mähroboter RMI 632
Mähroboter für die Großfläche: Hier ein STIHL RMI 632 für Flächen bis zu 3.000 qm.


Artikel von TS Marketing & Consulting UG

Bilder: STIHL